Was ist ein Tagesgeldkonto?

Was ist ein Tagesgeldkonto

Was ist ein Tagesgeldkonto?

Sparen ohne Risiko – das klingt gut, oder?

Doch viele fragen sich: Was ist ein Tagesgeldkonto eigentlich genau?

Während das Girokonto für den Alltag gedacht ist, dient das Tagesgeldkonto vor allem zum Zinsen sammeln.

Du kannst dort Dein Geld parken, flexibel abheben und profitierst je nach Zinslage von attraktiven Renditen.

Aber wie funktioniert das Ganze? Und lohnt sich ein Tagesgeldkonto wirklich im Jahr 2025, wo sich die Zinsen ständig ändern?

Wie funktioniert ein Tagesgeldkonto?

Ein Tagesgeldkonto ist ein verzinstes Konto, auf dem Du Geld sicher und flexibel anlegen kannst.

Es ist kein Konto für den täglichen Zahlungsverkehr, sondern eher eine Art Zwischenspeicher für Ersparnisse.

Du überweist Geld von Deinem Girokonto auf Dein Tagesgeldkonto – und bekommst dafür Zinsen.

Das Besondere: Du kannst jederzeit Geld einzahlen oder abheben, ohne Kündigungsfrist.

So funktioniert’s Schritt für Schritt:

  1. Du eröffnest ein Tagesgeldkonto bei einer Bank (online oder in der Filiale).
  2. Du überweist Geld von Deinem Girokonto darauf.
  3. Die Bank zahlt Dir regelmäßig Zinsen (meist monatlich oder quartalsweise).
  4. Du kannst Dein Geld jederzeit wieder zurücküberweisen.

Das macht das Tagesgeldkonto zu einer idealen Lösung für Menschen, die ihr Geld parken wollen, ohne sich langfristig festzulegen.

Unterschied zwischen Tagesgeldkonto und Girokonto

Viele verwechseln Tagesgeldkonto und Girokonto – aber sie haben völlig unterschiedliche Zwecke.

MerkmalGirokontoTagesgeldkonto
ZweckLaufende Zahlungen, GehaltseingangSparen und Zinsen erhalten
VerfügbarkeitTäglich, auch für AbbuchungenTäglich, aber keine Lastschriften
ZinsenMeist keineJa, je nach Bank und Marktlage
Karte & ZahlungMit Debitkarte nutzbarKeine Karte, keine Zahlungen
KontoartBasiskontoAnlagekonto
KostenTeilweise KontoführungsgebührMeist kostenlos

In Kürze bedeutet das: Das Girokonto nutzt Du zum Ausgeben, das Tagesgeldkonto zum Sparen.

Wie hoch sind die Zinsen beim Tagesgeldkonto?

Die Zinsen auf Tagesgeldkonten ändern sich regelmäßig – sie hängen vom Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB) ab.

In den letzten Jahren waren die Zinsen oft niedrig, doch seit dem Zinsanstieg 2023/2024 sind sie wieder attraktiv geworden.

Aktuell (Stand: Frühjahr 2025) bieten viele Banken Zinsen zwischen 2,5 % und 4,0 % p. a., je nach Anbieter und Neukundenaktion.

Hier kommt ein Beispiel:

BankZinssatzZinsgarantieMaximale Einlage
ING3,5 % p. a.6 Monatebis 50.000 €
Deutsche Bank3,0 % p. a.variabelunbegrenzt
Trade Republic4,0 % p. a.variabelbis 50.000 €
Consorsbank3,3 % p. a.3 Monatebis 100.000 €

Unser Tipp: Achte bei Angeboten auf den Zusatz „p. a.“ (per annum = pro Jahr) und darauf, ob der Zinssatz garantiert oder variabel ist.

Was ist der Unterschied zwischen Tagesgeld und Festgeld?

Ein Tagesgeldkonto ist flexibel, während ein Festgeldkonto eine feste Laufzeit hat.

MerkmalTagesgeldkontoFestgeldkonto
ZinsenVariabelFix für die Laufzeit
LaufzeitKeine Bindung3 Monate bis 5 Jahre
VerfügbarkeitJederzeitErst nach Ablauf
RisikoSehr geringSehr gering
Ideal fürFlexibles SparenPlanbare Anlage

Wenn Du Dein Geld kurzfristig anlegen und flexibel bleiben willst, ist das Tagesgeldkonto besser.

Willst Du hingegen planbare Zinsen über längere Zeit, eignet sich das Festgeldkonto.

Sicherheit: Ist das Tagesgeldkonto risikolos?

Ja – Tagesgeldkonten sind sehr sicher. In Deutschland gilt die Einlagensicherung: Guthaben bis zu 100.000 Euro pro Kunde und Bank sind gesetzlich geschützt.

Zusätzlich haben viele Banken eine freiwillige Absicherung über den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken.

Das bedeutet: Selbst wenn eine Bank insolvent wird, bleibt Dein Geld bis zu diesem Betrag sicher.

Achte aber darauf, wo die Bank ihren Sitz hat. Bei ausländischen Anbietern (z. B. über Zinsportale) gilt die Einlagensicherung des jeweiligen Landes – meist ebenfalls bis 100.000 €.

Für wen lohnt sich ein Tagesgeldkonto?

Ein Tagesgeldkonto lohnt sich für Dich, wenn Du:

  • kurzfristig Geld zurücklegen willst,
  • flexibel auf Dein Guthaben zugreifen möchtest,
  • und trotzdem von Zinsen profitieren willst.

Typische Beispiele:

  • Notgroschen: 2–3 Monatsgehälter für unerwartete Ausgaben.
  • Urlaubskonto: Geld für Reisen oder Freizeit.
  • Zwischenanlage: bevor Du langfristig investierst (z. B. ETFs oder Immobilien).

Wie eröffnest Du ein Tagesgeldkonto?

Die Eröffnung ist unkompliziert – meist dauert sie nur wenige Minuten:

  1. Bank auswählen: Vergleiche Zinssätze und Konditionen.
  2. Online-Antrag ausfüllen: Persönliche Daten eingeben.
  3. Identitätsprüfung: Über VideoIdent oder PostIdent.
  4. Freischaltung erhalten: Meist innerhalb von 1–2 Tagen.
  5. Geld überweisen: Vom Girokonto aufs Tagesgeldkonto.

Viele Banken ermöglichen auch, das Tagesgeldkonto als Unterkonto des Girokontos zu führen – das erleichtert Transfers. 

Steuer: Muss ich Zinsen vom Tagesgeld versteuern?

Ja – Zinsen sind steuerpflichtig, da sie als Kapitalerträge gelten. Die Bank führt in der Regel automatisch 25 % Abgeltungssteuer plus Soli und ggf. Kirchensteuer ab.

Wenn Du einen Freistellungsauftrag erteilst (z. B. bis 1.000 € bei Alleinstehenden), bleiben Deine Zinsen bis zu dieser Grenze steuerfrei.

Tagesgeldkonto bei Sparkasse, ING & Co.

Fast jede Bank bietet ein Tagesgeldkonto an – mit teils deutlichen Unterschieden.

Sparkasse

Das Tagesgeldkonto der Sparkasse ist meist regional geregelt. Zinsen und Konditionen variieren je nach Sparkassenverband.

In der Regel erhältst Du zwischen 2 % und 3 % p. a., mit täglicher Verfügbarkeit und automatischer Verzinsung.

ING

Die ING Tagesgeldkonto ist bundesweit verfügbar und bietet oft Zinsaktionen für Neukunden. Zudem lässt sich das Konto direkt über die App verwalten.

Direktbanken

Anbieter wie Trade Republic, Scalable Capital oder N26 bieten oft die höchsten Zinsen – weil sie keine Filialkosten haben.

Allerdings gibt es hier meist Obergrenzen (z. B. bis 50.000 € Guthaben).

Vor- und Nachteile eines Tagesgeldkontos

KategorieVorteileNachteile
FlexibilitätJederzeit Zugriff auf Dein GeldKeine festen Zinsen auf lange Sicht
SicherheitGesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 €Nur bis zu diesem Betrag geschützt
ZinsenHöher als auf GirokontoSchwankend je nach EZB-Leitzins
KostenMeist kostenlosManchmal Mindesteinlage nötig
EinfachheitOnline schnell eröffnetNicht für regelmäßige Zahlungen nutzbar

Wie wählst Du das beste Tagesgeldkonto aus?

Achte bei der Auswahl auf folgende Kriterien:

  • Zinssatz: Je höher, desto besser – aber auch Stabilität zählt.
  • Zinsgarantie: Einige Banken garantieren den Zinssatz für mehrere Monate.
  • Einlagensicherung: Prüfe, ob sie in Deutschland oder im EU-Raum gilt.
  • Zinsintervall: Monatlich oder vierteljährlich ist besser als jährlich.
  • Kundenservice & App: Gute Übersicht und einfache Verwaltung.

Unser Tipp: Vergleiche regelmäßig, da sich die Zinsen dynamisch ändern. Viele Banken locken Neukunden mit Sonderzinsen.

Fazit: Was ist ein Tagesgeldkonto – und lohnt es sich?

Ein Tagesgeldkonto ist die ideale Lösung, wenn Du Dein Geld sicher, flexibel und verzinst anlegen möchtest.


Im Gegensatz zum Girokonto erhältst Du Zinsen, bleibst aber täglich handlungsfähig.

Es eignet sich daher perfekt für:

  • kurzfristiges Sparen,
  • Notgroschen,
  • und alle, die ihr Geld nicht einfach „herumliegen“ lassen wollen.

Nur wer auf hohe, langfristige Renditen aus ist, sollte zusätzlich in andere Anlageformen investieren.

Kurz gesagt: Das Tagesgeldkonto ist kein Spekulationsobjekt – sondern ein verlässlicher Ruheplatz für Dein Erspartes.

Erfahre auch mehr dazu, was eine Debitkarte ist und wie Giropay funktioniert.

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